Anschluss nach Abschlussfinanzierung

Gedanken wie man momentan eine Finanzierung aufziehen könnte. Schließlich ist es ja gerade nicht besonders günstig, Geld aufzunehmen, und man möchte die Raten und Zinsen ja schon in möglichst kurzer Zeit zurückzahlen können. Daher gilt das Modell „Aus Bequemlichkeit möglichst lange Zinsbindung“ nicht mehr, jedenfalls ist es finanziell keine sonderlich gute Sache. Umso wichtiger also, sich jeweils frühzeitig über die Abschlussfinanzierung Gedanken zu machen.

Verwirrung vorprogrammiert

Zugegeben, die Termini sind etwas verwirrend. Die Anschlussfinanzierung ist die Finanzierung im Anschluss an den Abschluss der bisherigen Finanzierungsvereinbarungen. Soweit so unklar? Im Grund meinen beide Begriffe das, was kommt, wenn die Zinsbindung endet und neue Konditionen für den Kredit ausgehandelt werden müssen. Der Vorteil ist ganz klar, dass sich die allgemeinen Zinssätze inzwischen zum Guten für den Bauherrn verändert haben können und man damit vielleicht bessere Konditionen herausschlagen kann als zuvor. Dadurch würde man dann unterm Strich viel Geld sparen, denn oft verschlingen die Zinsen ja einen Großteil der Tilgungsraten, so dass man hier für jedes halbe Prozent dankbar sein muss. Bei einer Anschlussfinanzierung gibt es sogar die Möglichkeit, mitsamt seines Kredits zu einer anderen, weil günstigeren Bank zu wechseln und das ohne Verluste oder Ratenerhöhungen hinnehmen zu müssen. Schließlich ist die Kreditsumme dann auch schon ein wenig kleiner geworden als zu Anfang, so dass einem eine andere Bank vielleicht nun ein besseres Angebot zu besseren Konditionen machen kann. Doch natürlich kann das Ganze auch voll nach hinten losgehen. Dann nämlich, wenn die Zinsen ungünstiger sind, als noch zur Zeit des Abschlusses.

Bequemlichkeit kann auch Vorteile haben

Laut Bankberater schließen viele Bauherren lange Zinsbindungen ab, weil ihnen eine Neuverhandlung alle paar Jahre zu unbequem ist. Tatsächlich hat eine lange Bindung auch noch andere Vorteile. Denn sollte zum Zeitpunkt der fälligen Anschlussfinanzierung das Zinsniveau stark gestiegen sein, wird es schwer fallen, wieder die gleichen günstigen Konditionen auszuhandeln wie zum Zeitpunkt des ersten Abschlusses. Dann kann derjenige frohlocken, der sich für die langfristige Variante entschieden hat. Eigentlich ergibt sich daraus eine Faustregel, die denkbar einfach ist: Sollte man zum Zeitpunkt der Finanzierung ein vergleichsweise niedriges Zinsniveau haben: Besser langfristig abschließen! Langzeitvergleiche und entsprechende Statistiken findet man im Internet oder bei seiner Bank. Besonders wichtig ist der Trend, denn auch wenn die Zinsen jetzt schon hoch sind, können sie noch steigen. Befinden sich die Zinsen gerade auf einem Rekordhoch, sollte man dagegen kurze Zinsbindungen vereinbaren oder gleich mit dem Bauen noch warten, bis die Zeiten besser werden.

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